Tomaten Zucht und Pflege

Tomaten können im Garten (Freiland), Gewächshaus (Tomatenhaus) oder als Topfflanze, z.B. auf dem Balkon gehalten werden.

Düngung

In jedem Fall lieben sie als sogenannte Starkzehrer humosen, kräftig gedüngten kalkhaltigen Boden. Der Licht und Wasserbedarf ist hoch. Problematisch ist vor allem feucht-kühle Witterung. Daher werden Tomaten häufig unter einem Regenschutz kultiviert. Eine einfache Gewächshausfolie über Pfähle aufgespannt schützt vor Nässe und sorgt gleichzeitig für ausreichend Belüftung.

Zur Nährstoffversorgung ist vor allem Kompost geeignet. Es gibt auch spezielle Tomatendünger. Sehr gut sind auch Mulchschichten aus Brennessel oder Beinwell.

Anzucht

Die Aussaat erfolgt Ende März, oder auch früher. Allerding muss dann für ausreichend Licht gesorgt werden. Die Samen der meisten Sorten keimen bei ca 18°, besonders Wärmeliebende Sorten brauchen mitunter auch höhere Temperaturen.

Besonders beim Freilandanbau sollte auf kräftige Jungpflanzen mit gutem Blütenansatz geachtet werden. Ausgepflanzt wird sobald keine Fröste mehr zu befürchten sind, also in weiten Teilen Mitteleuropas Mitte Mai.

Beim Auspflanzen achten viele Gärtner darauf, dass die Pflänzchen etwas tiefer als vorher stehen. Häufig werden Tomaten leicht schräg gepflanzt. Der Pflanzabstand richtet sich nach der Sorte und beträgt einen halben bis einen Meter.

Pflege

Tomaten gehören zu den wenigen Gemüsearten die am libsten jedes Jahr am selben Standort wachsen. Nur bei massivem Krankheitsbefall sollte der Platz gewechselt werden.

Je nach Sorte (Busch oder Stabtomate) brauchen die Pflanzen etwas "Unterstützung" und werden daher z.B. an Stäben oder Schnüren aufgebunden.

Die meisten Stabtomaten müssen ausgegeizt werden. Das bedeutet, es werden nur etwa 3 Haupttriebe belassen und die anderen ausgebrochen. Das hat den Sinn die Wuchsform luftig zu halten und die Zahl der Früchte zu begrenzen. Gerade wärmeliebende Sorten reifen so besser aus. Buschtomaten und die kleinfrüchtigen Sorten brauchen meistens nicht ausgegeizt zu werden.

Gießen

Tomatenpflanzen haben einen recht hohen Wasserbedarf. Allerdings sind sie in dieser hinsicht erstaunlich anpassungsfähig. Werden Tomaten relativ trocken gehalten, wie das auch in warmen Ländern häufig der Fall ist bilden sie etwas hartschaligere Früchte, dafür aber auch wesentlich mehr Aromastoffe. Einige Tomatenfreunde sind daher sparsam mit der Gießmenge was dem Aroma sehr zu Gute kommt.

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